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Bärlauch - der wilde Knoblauch

(Allium ursinum)

Ab März , je nach Witterung, sprießen die ersten Spitzen des Bärlauchs aus dem Boden. Er bevorzugt feuchte und humusreiche Erde am Rand von Laubwäldern, unter Sträuchern und am häufigsten in Buchenwäldern, wo er im Frühjahr ganze Wiesen bildet. Im Laufe des Frühlings entwickeln sich aus den ersten Trieben lanzettförmige, bis 20 Zentimeter lange Blätter. Sie sitzen auf Stängeln, die wiederum 30 Zentimeter lang werden können.

Je nach Witterung kann man schon Ende März mit dem Sammeln beginnen, die beste Zeit ist der April. Schon im Mai entfalten sich die Knoten in der Mitte der Pflanze zu den unverwechselbaren Dolden von sternförmigen weißen Blüten. Wenn im Wald dann schon ein leichter Knoblauchduft zu riechen ist, dann ist die beste Zeit zum Sammeln schon vorüber.

Nicht nur der Geruch zeigt die Verwandtschaft zum Knoblauch, sondern auch die Inhaltstoffe und damit die medizinische Wirkung des Bärlauch.

Seine entschlackende Eigenschaft ist gerade nach einem langen Winter besonders gut. Bärlauch fördert die Verdauung und hilft beim Abbau freier Radikaler. Er unterstützt die Reduzierung von Harnstoffen im Körper und wirkt so Rheuma und Gicht entgegen. Nachweislich senken Knoblauch und Bärlauch den Blutdruck.

 

 

Einhundert Gramm Bärlauch enthalten 150 mg Vitamin C (Kopfsalat bei gleicher Menge nur 13 mg). Schon 50 g Bärlauch decken also den Tagesbedarf an Vitamin C.

Inzwischen weiß man auch, dass Bärlauch durch seinen hohen Schwefelgehalt Ablagerungen in den Blutgefäßen entgegenwirkt und dass er eine gesunde Darmflora unterstützt.
Es spricht also alles dafür, im Frühjahr mit Bärlauch regelrecht zu kuren. Am besten natürlich mit frisch geernteten, rohen Blättern.

Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Maiglöckchen, das vielfach an den gleichen Standorten wächst und sehr giftig ist. Maiglöckchenblätter sind dunkler und breiter. Am besten verlässt man sich aber auf seinen Riecher, denn der Knoblauchgeruch ist ein untrügliches Zeichen.

Im Kühlschrank hält sich frischer Bärlauch höchstens einen Tag. Dazu wickelt man die Stile eines Bündels in feuchtes Küchenpapier und bewahrt ihn in einem verschlossenen Plastikbeutel in der Kühlung, so bleibt er am knackigsten. Reste hackt man fein und friert diese ein, so lässt er sich auch weiterhin verarbeiten.